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LIEBE MUTTI – HALLO SCHATZ

| Manfred Breuersbrock

No english version available.

Was gibt es Schöneres als nostalgische Zeitreisen? Diesem Vergnügen bei der Rückschau auf all die Entgleisungen und Peinlichkeiten verdanken Filme wie „Rendezvous unterm Nierentisch“ und „Als die Liebe laufen lernte“ ihre großen Erfolge. „Liebe Mutti – Hallo Schatz“ macht sich dieses Phänomen zunutze und blättert die Geschichte der Frauen und Mütter der ersten Nachkriegsjahre bis in die 70er auf. Von der Trümmerfrau zum afri-cola-girl. Die Gnade, eine Frau zu sein!

„Ein Frau am Herd ist nie verkehrt“ urteilt man in den 50ern. Das Weib macht bestenfalls ein abfällig belächeltes Puddingabitur und erweist ansonsten seinen „Nutzen durch Putzen“. Nachdem sie aber nachgewiesen kann, dass sie Kinder und Küche im Griff hat, erobert die Frau in den späten 60ern das Schlafzimmer. Unter Anleitung von Herrn Kolle und Frau Uhse erschließt sie sich ein neues Terrain unterhalb der Gürtellinie und studiert den „Mann, das unbekannte Wesen“.

„Liebe Mutti – Hallo Schatz“ plündert die Film- und Fernseharchive für eine skurrile Exkursion in die gute alte Zeit und zeichnet das Bild der Frau in Werbefilm und Wochenschau. Dabei werden wir verwundert bis schockiert erleben, wie rasant und grundlegend sich die Rollenklischees gewandelt haben. Ein Frauenfilm? Vielleicht. Auf jeden Fall aber ein soziologischer Horrorfilm – mit den Eltern und Großeltern als Hauptdarsteller.

Kompilationsfilm, 80 Min.
Realisation: Manfred Breuersbrock

Vorbereitungsförderung durch die Film- und Medienstiftung NRW